Wer - und was sind wir?

Der Clan of Donoghue ist ein freier und ungebundener Clan mit klaren Strukturen, der sich nicht auf eine durch Könige, Fürsten, Grafen oder sonstiges begründete Herrschaft oder Ritterschaft bezieht.

Unsere Wurzeln liegen im Irland des späten 8-ten und frühen 9-ten Jahrhunderts, jedoch haben uns vielerlei Wirren auf der heimatlichen, günen Insel nach Autmundisstat (Gross-Umstadt) geführt.
Doch dann wurde es für uns Zeit weiter zu ziehen und so schlugen wir vor einigen Jahren unser Lager Reichelsheim im Odenwald auf - wo wir seither verweilen.

Wir verstehen uns als Clan, bei dem zunächst alle willkommen sind, die genauso - oder ähnlich - verrückt sind wie wir und sich in die Strukturen einer bestehenden Gruppe einzufügen gedenken.

Für uns gibt es nicht die Authentizität des Mittelalters, denn das Mittelalter - und hier konkret der Zeitraum vom ca. 8-ten bis 9-ten Jahrhundert n. Chr. - war nicht so, wie es uns die verschiedenen Filme und Romane gerne zeigen. Vielmehr war es für die meisten ein täglicher, harter Kampf ums Überleben - auch für die Krieger und "Söldner". Wurde im Kampf jemand getötet oder schwer verletzt (was den Tod in der Regel nach sich zog) wurde er kurzerhand - aus reinem Eigeninteresse/Selbsterhalt - seiner Habseligkeiten entledigt.

Auch wenn wir uns um ein gesundes Maß an Authentizität bemühen, gibt bei uns vielleicht Dinge die nicht irgendwo und/oder irgendwie belegbar sind, die aber von Material und Machart her durchaus in die Zeit vom 8-ten bis 9-ten Jahrhundert n. Chr. passen können.
Vieles von dem, was zu dieser Zeit hergestellt und erschaffen wurde, ist im Laufe der Zeit vernichtet worden oder verrottet und vieles ist vielleicht auch noch gar nicht gefunden worden. So heißt es z.B. auch, das bisher nur ca. 3% dieser Zeit, die als Mittelalter bezeichnet wird, bekannt, gefunden und belegt sind.

In "Europa" gab es zu dieser Zeit noch keine gefestigte geografische Ordnung - alles war im Umbruch. Auf der einen Seite waren da noch immer die Auswirkungen des Zerfalls des römischen Reiches mit all seinen Kriegen, Machtgefügen und Koalitionen. Auf der anderen Seite entwickelten sich neue herrschaftliche und "staatliche" Strukturen (wie z.B. das Frankenreich unter Karl dem Großen).
Desweiteren drängten nach wie vor Völker aus dem Osten und dem Norden in den mitteleuropäischen Raum vor.

Unser eigenes Herangehen beruht, neben eigener Recherchen, auf wissenschaftlichen Erkenntnissen, Berichten, Filmen und Reportagen, Kontakt zu anderen Clans bzw. Mittelalterfreunden und Büchern.
Der o.g. Zeitraum ist für uns zwar eine Eingrenzung, aber keineswegs dogmatisch.

Wir sind ein freier, ungebundener Clan mit klaren Strukturen - und genau das wollen wir auch sein.

In Friedenszeiten bestreiten wir unseren Unterhalt durch den Verkauf von selbst gefertigten Bögen, Pfeilen, Sehnen, Köchern, Taschen, Leder- und Kleinwaren, Kleiderwaren, Bogenschießen für Jedermann (Jung und Alt), Bogenturnieren und vielerlei anderem.

Und in Kriegszeiten:   Hmmm, nun ja ...   

Der Clan of Donoghue ist kein Verein. Wir finanzieren uns ausschließlich privat.

 


 

Historisches zu Gross-Umstadt

und somit zu unserem ehemaligen Namen

Der Name Autmundis KriegerClan resultiert aus der Verbindung des lateinischen Namens unserer Stadt Gross-Umstadt (Autmundisstat) und dem, was wir darstellen wollen - einen ungebundenen Clan, der sich nicht auf eine durch Fürsten, Grafen oder sonstiges begründete Ritterschaft bezieht.

Gross-Umstadt wurde im Jahre 743 erstmals urkundlich als Autmundisstat erwähnt. Die Siedlungsgeschichte beginnt aber schon wesentlich früher. Schon die Altsteinzeit hinterlies Fundspuren, noch bevor ca. 125 n.Chr. im Rahmen der römischen Besiedlung des rechtsrheinischen Teiles der Provinz Germania Superior die Civitas Auderiensium mit dem Hauport Dieburg im Bereich des heutigen Südhessen gegründet wurde. Eine planmäßige Besiedlung und Romanisierung des Gebietes begann in der Folge. Um den zentralen Markt- und Verwaltungssitz wurden landwirtschaftliche Güter angelegt, deren Struktur auf eine Überschussproduktion hinzielte, um nicht nur die annähernd städtische Bevölkerung Dieburgs zu versorgen, sondern auch die Truppen am nahen Mainlimes. Das Hauptgebäude einer solchen villa rustica wurde genau unter der heutigen Stadtkirche ergraben. Sie entsprach dem Bild der schematisierten Anlage solcher Höfe. Ob damals schon Weinbau betrieben wurde, kann nicht belegt werden.

Diese Villa bestand bis zu den Alemanneneinfällen gegen Ende des dritten Jahrhunderts. Das weitere Geschehen bis zur urkundlichen Ersterwähnung 450 Jahre später liegt im Dunkeln. Alamannische und spätere fränkische Gräber deuten auf eine Siedlung im Bereich des Stadtgebietes. Auch die Erbauung der Kirche im Kernbereich der ehemaligen Villa spricht für eine Fortsetzung, zumindest aber für eine bewusste Anknüpfung an die vorhergehende Ansiedlung. Der Name Autmundisstat deutet auf eine Stätte des Autmundis (Edmund?) hin, andere Erklärungen versuchen, römische Namenstraditionen nachzuweisen: Autmundis = ad montes (an den Bergen), was die Topographie Umstadts beschreiben würde, die man erlebt, wenn man aus Richtung Dieburg anreist. Nachdem die Franken das Gebiet der Alemannen erobert hatten, legten sie zur Sicherung der Verwaltung Königshöfe an, die von Grafen verwaltet wurden. Ein solcher ist nun auch für Gross-Umstadt sicher, von hier wurde die Umstädter Mark verwaltet, die nicht nur das gesamte heutige Stadtgebiet samt Stadtteilen umfasste, sondern auch die Gemeinden Otzberg, Höchst (Odw.), Breuberg und Schaafheim. Gross-Umstadt bestand zu diesem Zeitpunkt als Marktflecken mit Kirche und Grafensitz.

766 erlangt das Kloster Fulda den Besitz des Ortes, der 985 drei Kirchen, Mühlen und auch Weinberge besaß. Im Rahmen des allgemeinen Aufschwungs im Hohen Mittelalter erhielt Umstadt 1263 Stadtrechte und wurde mit einer Stadtmauer versehen. Im Laufe der Zeit wird der Besitz der Stadt von Fulda aufgeteilt: Zu gleichen Teilen wurden die Grafen von Hanau und die Pfalzgrafen Stadtherren. Sie dokumentierten ihren Stellung mit Schlossbauten: Das Hanauer Schloss, entstanden aus der ersten Wasserburg in der Nordostecke der Stadt und das Pfälzer Schloss in der Südwestecke. Dazwischen antstanden die Adelshöfe der Burgmannen, die die tatsächliche Herrschaft ausübten. So überflügelte der Sitz der Familie Wamboldt von Umstadt bald die beiden Schlösser. 1504 eroberte Hessen-Darmstadt die Stadt und übernahm den Besitz der Hanauer. Unter der gemeinsamen Herrschaft mit der Pfalz entwickelte sich kurz vor dem Dreißigjährigen Krieg die Hochblüte der Stadt, das bis heute erhaltene Rathaus wird ab 1596 erbaut. Die starke Befestigung mit Bastionen verhindert im Krieg zwar eine Zerstörung, doch leidet die Bevölkerung Not. Umstadt sinkt zu einer unbedeutenden Landstadt ab.

1802 übernahm Hessen die Gesamtherrschaft über die Stadt. Im danach neu gegründeten Landkreis Dieburg wurde Umstadt zu so etwas wie einer Vizekreisstadt: Es war Sitz zahlreicher Ämter und Schulen, des Amtsgerichtes, der Kreissparkasse und des Kreiskrankenhauses. Ab 1857 musste die Stadt zur Unterscheidung von Klein-Umstadt und Wenigumstadt die Bezeichnung "Gross-Umstadt" tragen. Nach dem Anschluss an die Odenwaldbahn Hanau - Michelstadt - Eberbach siedelten sich zahlreiche Fabriken in der Stadt an. 1933 wählten 60 % der Umstädter die NSDAP, 1938 wurde die Synagoge geschändet und schließlich 1978 gegen den Willen von Ortsbeirat und Kreistag abgebrochen und in den Hessenpark verbracht. Nach dem Krieg wuchs die Einwohnerzahl an und wurde durch zahlreiche Eingemeindungen auf etwa 22.500 angehoben. Eine große portugiesische Gemeinde lebt in der Stadt und trägt zu den zahlreichen Festen bei. Die Stadt Gross-Umstadt fällt außerdem durch eine lebhafte Beteiligung der Bürger an Planungsprozessen und Stadtentwicklung, sowie durch ein reichhaltiges Vereinsleben auf.

Kurioses:

  • Eines der frühesten Kriegerdenkmäler wurde 1462 an der Stadtkirche angebracht.
  • Eine der ersten Bürgerinitiativen verhinderte 1782 die Verunstaltung des Rathauses.
  • Im Dorf Semd (heute ein Teil von Gross-Umstadt) hielt sich ab 1800 oft und gerne der Räuber Schinderhannes auf.
    Dort pflegte er seine Beziehungen zu den Odenwald-, Spessart- und sogar zu den Wetterauer Gaunern und Räubern.
    Im Mai 1802 verprügelte der Schinderhannes im "Gasthof zum Engel" in Semd brutal den späteren Odenwald-Räuber
    Johann Adam Heusner, der 1814 in Darmstadt hingerichtet wurde.
    (Peter Bayerlein: Schinderhannes-Ortslexikon, S. 216, Mainz-Kostheim 2003)

 

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